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Die Wertschöpfungskette

In der Wertschöpfungskette für Immobilienanlagen werden vier unterschiedliche Funktionen resp. Wertschöpfungsstufen unterschieden.  Auf diesen Stufen werden die für die zugrunde liegende Immobilie wertrelevanten Entscheidungen getroffen.  Manche Investoren ziehen es vor, eine oder mehrere dieser Funktionen selber auszuüben.  In einigen Fällen sind diese Investoren tatsächlich fachkundige Immobilienspezialisten, oft wäre die an einen professionellen Dienstleister zu zahlende Gebühr jedoch gut investiertes Geld gewesen.  Andererseits versuchen manche Immobiliendienstleister, mehrere der unten aufgeführten Funktionen gleichzeitig auszuführen, was zu Interessenskonflikten führt und den Investitionserfolg schmälern kann.

Unter Berücksichtigung des Risikoprofil und des Finanzplans des Investors weist der Asset-Allocator die zur Verfügung stehenden Ressourcen den einzelnen Anlageklassen (Aktien, Immobilien etc.) zu. Daraufhin bestimmt er pro Anlageklasse einen oder mehrere Sub-Portfoliomanager. Unabhängige Finanzberater empfehlen gängigerweise einen in Immobilien zu investierenden Gesamtanteil von 15-30%.
Nach erfolgter Zuteilung der Ressourcen ermittelt der Sub-Portfoliomanager das Risikoprofil und die Präferenzen des Investors und formuliert eine entsprechende Sub-Portfoliostrategie. Darauf aufbauend identifiziert er mögliche Investitionsgelegenheiten, prüft die entsprechenden Investitionen, investiert die Gelder in mehrere Projekte, verwaltet die Investitionen und initialisiert deren Verkauf. Die Qualität der Leistung eines Sub-Portfoliomanagers ist zu grossen Teilen von der Qualität des jeweiligen Asset-Manager-Netzwerks abhängig.
Immobilienmärkte sind lokale Märkte. Von der Tatsache, dass ein Asset-Manager in Neu-Delhi gute Leistungen erbringt, lässt sich in keiner Weise ableiten, dass dies auch in Mumbai der Fall sein würde. Aus diesem Grund ist der Sub-Portfoliomanager angehalten, bei mehreren Asset-Managern zu investieren (um eine hinreichende Portfoliodiversifikation zu erreichen). Der Aufgabenbereich des Asset-Managers umfasst den Kauf und Verkauf von Immobilien sowie werterhaltende und -fördernde Massnahmen durchzuführen. Die Grundlage seiner Entscheidungen ist seine profunde Kenntnis des jeweiligen Mikromarktes.
Je nach dem, ob es sich bei einer spezifischen Investition um ein Entwicklungsprojekt oder eine Bestandsimmobilie handelt, hat entweder der Entwickler oder der Liegenschaftsverwalter den unmittelbarsten Einfluss auf die Wertentwicklung eines Immobilienwertes. Dieser Wert lässt sich immer von bestehenden oder erwarteten zukünftigen Mieteinnahmen herleiten.

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